• Link zu LinkedIn
  • English English Englisch en
  • Deutsch Deutsch Deutsch de
AT: +43 1 714 00 20 | DE: +49 69 348763610 | Mo-Fr 8-17 Uhr
Spirit in Projects
  • Training / AKADEMIE
  • Blog
  • Innovation
  • Zertifizierungen
  • Beratung
  • Über uns
  • Jobs
  • Englisch
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
Retro-Wecker in kräftigem Orange mit klassischem Zifferblatt auf einem modernen Schreibtisch. Orangefarbene Büroaccessoires und ein weicher, unscharfer Hintergrund verbinden nostalgisches Design mit zeitgemäßem Arbeitsumfeld.

Eine Zeiterfassung, die Zeit frisst: Unser Power-Apps-Experiment

10. Februar 2026/von Stefan Hiermann

Als kleines Team aus drei Entwicklern, haben wir eine interne Zeiterfassungs-App entwickelt. Ziel war ein stabiles internes Tool, das sich sauber in unsere Systemlandschaft integriert und langfristig wartbar bleibt.

Da unser Unternehmen stark in Microsoft 365 integriert ist, haben wir uns für unsere – bis dato – aktuelle Zeiterfassung für Power Apps entschieden. Rückblickend war diese Entscheidung naheliegend – aber nicht effizient.

Warum Power Apps für uns zunächst sinnvoll war

Auf dem Papier bietet Power Apps viele Vorteile für Microsoft-365-nahe Organisationen. Azure Active Directory, Outlook, Teams und SharePoint sind direkt angebunden. Authentifizierung, Benutzerverwaltung und Rollenmodelle sind vorhanden und müssen nicht neu entworfen werden.

Genau diese Punkte haben uns überzeugt. Die Plattform versprach einen schnellen Einstieg, wenig Infrastrukturaufwand und eine niedrige Einstiegshürde – insbesondere für interne Anwendungen.

In der Praxis sah das jedoch anders aus.

Die Realität: Ein Jahr Einarbeitung in eine Low-Code-Welt

Die Entwicklung der Zeiterfassung in Power Apps war kein schneller Start.
Im Gegenteil: Es hat uns knapp ein Jahr gekostet, um die Plattform richtig zu entwickeln.

Der größte Zeitfaktor war nicht die fachliche Komplexität, sondern die Einarbeitung in:

  • die Denkweise von Power Apps,
  • die Limitierungen der Formeln und Komponenten,
  • die Eigenheiten von Power Automate,
  • und das Zusammenspiel der verschiedenen Microsoft-Werkzeuge.

Da man nicht direkt im Code arbeitet, sondern über die von Microsoft vorgegebenen Werkzeuge, Patterns und Abstraktionen, ist man stark eingeschränkt. Viele Dinge, die in klassischem Code trivial sind, lassen sich nur über Umwege oder gar nicht umsetzen.

Ein großer Teil der Entwicklungszeit floss nicht in fachliche Logik, sondern in das Verstehen und Umgehen der Plattformmechanismen.

Wenn Low-Code zum strukturellen Problem wird

Die Performance-Probleme von Power Apps waren kein schleichender Effekt, sondern von Beginn an vorhanden. Bereits beim Öffnen der Anwendung dauerte es spürbar lange, bis alle notwendigen Operationen, Abhängigkeiten und Initialisierungen geladen waren. Dieses Verhalten war unabhängig von Datenmenge oder Nutzung und zeigte klar die fehlende Effizienz des Frameworks.

Optimierung war kaum möglich, da wesentliche Abläufe außerhalb unseres Einflussbereichs lagen. Zusätzlich verschärften systemische Eigenheiten wie das automatische Deaktivieren inaktiver Power-Automate-Flows die Situation. Um produktive Prozesse stabil zu halten, mussten technische Workarounds implementiert werden, ohne fachlichen Mehrwert.

An diesem Punkt wurde deutlich: Unsere Entwicklungsarbeit richtete sich nicht mehr nach fachlichen Anforderungen, sondern nach Plattformgrenzen.

Der Vergleich: Drei Monate Django statt ein Jahr Power Apps

Der Wechsel war kein Experiment, sondern eine bewusste Entscheidung.
Wir haben die Zeiterfassung neu aufgebaut – dieses Mal mit Django in Python.

Die eigentliche Entwicklung der neuen Plattform dauerte rund drei Monate.

Trotz vollständiger Neuentwicklung waren wir deutlich schneller als mit Power Apps. Der Grund war einfach: Wir konnten wieder direkt im Code arbeiten. Architektur, Datenmodelle, Geschäftslogik und Performance lagen vollständig in unserer Hand.

Wir setzen dabei auf Prompt Driven Development als Produktivitätsverstärker. KI-gestützte Prompts unterstützen uns bei Standardlogik, Tests, Refactorings und Modellierung. Die technische Verantwortung bleibt jedoch klar beim Entwicklungsteam.

Die bestehende Power-App wurde nicht abrupt abgeschaltet. Die relevanten Daten wurden über Dataflows aus der Power-Apps-Welt entkoppelt und in eine eigenständige Datenbasis überführt. So konnten wir schrittweise migrieren, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden.

Dieser Ansatz ermöglichte uns, die neue Plattform parallel aufzubauen und sukzessive zu übernehmen.

Microsoft-Integration ohne Low-Code

Mit dem Wechsel entfiel die implizite Microsoft-Integration von Power Apps. Authentifizierung, Benutzer-Synchronisation und Berechtigungen mussten explizit umgesetzt werden – etwa über Azure AD, OAuth und Microsoft Graph.

In der Praxis erwies sich dieser Aufwand als überschaubar und gut kontrollierbar. Statt impliziter Plattformlogik gibt es nun explizite Schnittstellen, klare Konfigurationen und nachvollziehbares Verhalten. Die Integration ist nicht schwieriger – sie ist transparenter und besser testbar.

Fazit: Low-Code kostet Zeit – klassischer Code spart sie

Power Apps hat uns keinen schnellen Start ermöglicht. Die Plattform erforderte eine lange Einarbeitung und zwang uns, in den Grenzen ihrer Werkzeuge zu denken.

Die Django-basierte Neuentwicklung war dagegen deutlich schneller, obwohl sie vollständig neu implementiert wurde. Direkter Code, klare Architektur und volle Kontrolle über das System haben sich als effizienter erwiesen als jede Low-Code-Abstraktion.

Heute entwickeln wir zielgerichteter, stabiler und nachhaltiger.
Unsere Zeiterfassung tut wieder das, was sie soll:
Zeit erfassen – nicht verbrauchen.

Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://spiritinprojects.com/wp-content/uploads/2026/01/beitragsbild_Zeiterfassung.png 450 800 Stefan Hiermann https://spiritinprojects.com/wp-content/uploads/2020/04/sip_web_padding_10px_topbot.jpg Stefan Hiermann2026-02-10 12:00:152026-04-08 12:51:01Eine Zeiterfassung, die Zeit frisst: Unser Power-Apps-Experiment

Über den Autor:

Profilbild von Stefan Hiermann
Stefan Hiermann

Stefan Hiermann ist Medieninformatiker bei Spirit in Projects. Er entwickelt interne Softwarelösungen, produziert unsere Videotrainings und unterstützt unsere Consultants bei IT-Angelegenheiten.

Kürzlich
  • Die wahren Kosten schlechter Anforderungen22. Juni 2026 - 14:57
  • Mann zweifelt an seinen Fehlern
    Die 10 häufigsten Fehler in IT-Ausschreibungen – und...18. Juni 2026 - 9:30
  • AI Agent
    Agentic AI: Warum KI-Systeme plötzlich eigenständig handeln...21. Mai 2026 - 13:41
  • Chatbot Alignment und Guardrails
    Wenn KI-Sicherheitsmechanismenversagen und was dagegen ...5. Mai 2026 - 15:44
Schlagworte
Accountability Agile Methoden und Kanban AI Ausschreibungen Beratung Business Analyse Datenschutz Demandmanagement Digitalisierung Dokumentenanalyse Enterprise Architektur Ethik Förderung IIBA Innovation IREB ISTQB KI Organisationsentwicklung Organisationsstrategie PMI Portfoliomanagement Programmmanagement Projektmanagement Qualitätsmanagement Requirements Engineering Softwarearchitektur Softwareentwicklung Stakeholder Management Stakeholdermanagement Success Stories Systemarchitektur Testmanagement Training Trainings Usability Videotraining Webinar WIFI

Kontaktieren Sie uns!

Schicken Sie uns eine Nachricht per Kontaktformular.
  • Mail
  • Xing
  • Linkedin
© Copyright - Spirit in Projects - Enabling digital innovation
  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Jobs
  • Kontakt
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen

Diese Seite verwendet ausschließlich technisch notwendige Cookies. Es werden keine Drittanbieterdienste verwendet.

Schließen

Cookie- und Datenschutzeinstellungen



Wie wir Cookies verwenden

Wir können Cookies anfordern, die auf Ihrem Gerät eingestellt werden. Wir verwenden Cookies, um uns mitzuteilen, wenn Sie unsere Websites besuchen, wie Sie mit uns interagieren, Ihre Nutzererfahrung verbessern und Ihre Beziehung zu unserer Website anpassen.

Klicken Sie auf die verschiedenen Kategorienüberschriften, um mehr zu erfahren. Sie können auch einige Ihrer Einstellungen ändern. Beachten Sie, dass das Blockieren einiger Arten von Cookies Auswirkungen auf Ihre Erfahrung auf unseren Websites und auf die Dienste haben kann, die wir anbieten können.

Notwendige Website Cookies

Diese Cookies sind unbedingt erforderlich, um Ihnen die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen zur Verfügung zu stellen.

Da diese Cookies für die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen unbedingt erforderlich sind, hat die Ablehnung Auswirkungen auf die Funktionsweise unserer Webseite. Sie können Cookies jederzeit blockieren oder löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen ändern und das Blockieren aller Cookies auf dieser Webseite erzwingen. Sie werden jedoch immer aufgefordert, Cookies zu akzeptieren / abzulehnen, wenn Sie unsere Website erneut besuchen.

Wir respektieren es voll und ganz, wenn Sie Cookies ablehnen möchten. Um zu vermeiden, dass Sie immer wieder nach Cookies gefragt werden, erlauben Sie uns bitte, einen Cookie für Ihre Einstellungen zu speichern. Sie können sich jederzeit abmelden oder andere Cookies zulassen, um unsere Dienste vollumfänglich nutzen zu können. Wenn Sie Cookies ablehnen, werden alle gesetzten Cookies auf unserer Domain entfernt.

Wir stellen Ihnen eine Liste der von Ihrem Computer auf unserer Domain gespeicherten Cookies zur Verfügung. Aus Sicherheitsgründen können wie Ihnen keine Cookies anzeigen, die von anderen Domains gespeichert werden. Diese können Sie in den Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers einsehen.

Andere externe Dienste

Wir nutzen auch verschiedene externe Dienste wie Google Webfonts, Google Maps und externe Videoanbieter. Da diese Anbieter möglicherweise personenbezogene Daten von Ihnen speichern, können Sie diese hier deaktivieren. Bitte beachten Sie, dass eine Deaktivierung dieser Cookies die Funktionalität und das Aussehen unserer Webseite erheblich beeinträchtigen kann. Die Änderungen werden nach einem Neuladen der Seite wirksam.

Google Webfont Einstellungen:

Google Maps Einstellungen:

Google reCaptcha Einstellungen:

Vimeo und YouTube Einstellungen:

Datenschutzrichtlinie

Sie können unsere Cookies und Datenschutzeinstellungen im Detail in unseren Datenschutzrichtlinie nachlesen.

Datenschutz
Schließen