Mehr Transparenz am Vorfeld: Flughafen München digitalisiert die Flugzeugabfertigung & CEO Wolfgang Hiermann spricht dazu auf der REConf 2026

Mehr Transparenz in der Abfertigung: Flughafen München setzt auf kamerabasierte Statuserfassung 

Der Flughafen München treibt die Digitalisierung seiner Betriebsprozesse konsequent voran. Wir haben dieses Vorhaben von Beginn an begleitet – von der Erstellung des Lastenhefts über die Ausschreibungsbegleitung bis hin zur Umsetzung und Abnahme. Damit konnten wir die Grundlage für die kamerazentrierte Abfertigungszustandserkennung (KAZE) schaffen und aktiv zur erfolgreichen Realisierung beitragen.  

Im März 2026 wurde im Terminal 2 ein kamerabasiertes System zur Erfassung des Abfertigungsstatus in Betrieb genommen. In den kommenden Monaten wird die Lösung schrittweise auf alle Abstellpositionen auf den Vorfeldern 1,2 und 3 ausgeweitet. 

Ziel ist es, die Flugzeugabfertigung vom Anrollen bis zum Abrollen lückenlos, objektiv und datenbasiert nachvollziehen zu können. Mit diesen Daten und Ergebnissen soll weiterhin ein transparentes, effizientes und zukunftsorientiertes Flughafenmanagement unterstützt werden.  

Von der Prozessbeobachtung zu belastbaren Echtzeitdaten 

An den Abstellpositionen erfassen jeweils 2 Kameras mithilfe von Software und künstlicher Intelligenz sämtliche Abfertigungsprozesse – von der Betankung, über die Gepäckbeladung bis zum Catering – und versehen diese mit einem präzisen Zeitstempel. So entsteht eine objektive Datenbasis, die deutlich über klassische manuelle Statusmeldungen hinausgeht. Die Datenerfassung pro Stand umfasst rund 2 Monate, in denen Daten über verschiedene Arbeitsabläufe aus verschiedenen Flugzeugmodellen gespeist werden.  

Der Mehrwert von KI-Unterstützung liegt nicht nur in der Dokumentation, sondern vor allem in der operativen Steuerung: Die gewonnenen Echtzeitdaten können die Koordination zwischen beteiligten Stellen verbessern, fundierte Entscheidungen im Tagesgeschäft unterstützen und so zu mehr Pünktlichkeit, Stabilität und Effizienz beitragen.  

Für einen Flughafen sind diese Turnaround-Prozesse entscheidend, da diese hochkomplex sind: Viele Gewerke greifen ineinander, Zeitfenster sind eng, Abweichungen wirken sich schnell auf nachfolgende Umläufe aus. Eine durchgängige, objektive Sicht auf den Abfertigungsstatus schafft Voraussetzungen, damit Engpässe früher erkannt, die Übergaben transparenter gestaltet, Abläufe datenbasiert optimiert und operative Entscheidungen schneller und belastbarer getroffen werden können.   

Auszeichnung: Unser Geschäftsführer Wolfgang Hiermann als Speaker auf der ReConf 26

Projekte im Requirements Engineering sind auch Thema auf der REConf26: Wolfgang Hiermann wurde als Speaker angenommen und wird gemeinsam mit Johannes Knöferle (Leitung Produkt- und Performance Management, Flughafen München) Einblicke und Learnings rund um den Einsatz von Requirements Engineering in KI-Projekten teilen.  

Die Einladung ist eine besondere Anerkennung: Laut Rückmeldung der Veranstalter gab es so viele Einreichungen, wie noch nie (mehr als in den letzten zwei Jahrzehnten), bei durchweg hoher Qualität und sehr engem Bewertungsfeld. Umso mehr freut es uns, dass sich unser Projekt durchsetzen konnte und zu den ausgewählten Vorträgen gehört.  

Was ist die REconf? 

Die REConf (Requirements Engineering Conference) von der HOOD GmbH ist eine führende europäische Fachkonferenz in München, die sich auf Requirements Engineering, Systems Engineering und agile Methoden spezialisiert und seit 2002 jährlich stattfindet, um die besten aus der Branche zusammen zu bringen, um gegenseitig zu lernen, auszutauschen und zu diskutieren.